Weinreise an Mosel und Rhein Sommer 2018

16.07.2018

13. Tag, 02.08.18

Winterwijk - Köln, 140 km

Die Nacht hier in der Abgeschiedenheit des Badesees war wieder wunderbar ruhig. Vor den Frühstück gehe ich eine ausgedehnte Runde mit Farino spazieren, wir wandern gemütlich rund um den See. Einzelne Frühschwimmer pflügen bereits ihre Runde im Wasser. Das Frühstück selbst fällt heute etwas spärlich aus, ein Bäcker war nicht in der Nähe und so gibt es heute etwas Zwieback und Jogurt. Das muss uns reichen. Die 140 km nach Köln sind schnell zurückgelegt , zumal nicht sehr viel Verkehr herrscht. Bis in den Ruhrpott bleibt das auch so, dort zieht es dann merklich an und v.a. die LKW belegen fast die komplette rechte Spur. In Köln angekommen stellen wir fest das ich die Koordinaten des Campingplatzes eingegeben habe, der liegt eher ungünstig am Stadtrand und ist mit dem ÖV nicht so gut erschlossen. Also flux das Navi umprogramiert und schon geht es auf die andere Seite der Stadt und des Rheins. Hier in der Nähe des Kölner Zoo`s liegt der Wohnmobilhafen der Stadt, von hier sind es nur wenige Schritte bis zur nächsten U-Bahnstation und von dort nur 4 Stationen bis HBf und Dom. Wir brechen an frühen Nachmittag in die Innenstadt auf, vielmehr zum Dom und in die Fussgängerzone. Für mehr bleibt uns keine Zeit und es ist schlischt auch zu warm, das Thermometer zeigt etwas von 35° C, definitiv zu heiss für einen ausgedehnten Stadtbummel. Als Erstes ist selbstverständlich der Dom an der Reihe, ein eindruckvolles und erhabenes Bauwerk. Zu unser Überraschung ist auch hier der Eintritt gratis, einzig die Turmbesteigung kostet 4 Euro, was ich angesichts der 509 Treppenstufen angemessen finde. Ich bin noch nirgends für weniger weiter hinauf gelaufen. Der Aufstieg dauert etwa 10 - 15 Min. je nach Tempo und Gegenverkehr. Die Treppe windet sich steil empor und ist beklemmend eng, entsprechend riecht es bei diesen Temperaturen nach einen Gemisch von Schweiss und Deo. Etwa auf 3/4 der Höhe kann man den Glockenstuhl besichtigen, der "dicke Pit" wird aktuelle gerade restauriert und ist deshalb hinter den Planen nur schwer zu sehen. Oben angekommen empfängt mich ein grosser runder Raum ohne Aussicht, also geht es auf einer weiteren Stahltreppe nochmals hinauf. Zwischendurch erhascht man immer wieder einen kurzen Blick hinaus. Mich beeindruckt das auch auf dieser Höhe an den zum Turm hinzeigenden Türmchen und Zinnen die Ornamente und Strukturen bis ins Kleinste zu sehen sind. Heute würde man das einfach weglassen, man kann es ja eh nicht sehen... Oben angekommen erwartet mich eine atemberaubende Sicht über Köln und weit darüber hinaus. Übrigends Rosi wartet unten in einem Kaffee auf mich, sehen kann ich sie allerdings von hier oben nicht. Nach meiner Rückkehr muss ich mir erst 1, 2 Kölsch genehmigen, die hab ich mir jetzt verdient. Wir flanieren anschliessend durch eine der Einkaufstrassen in Kölns Innenstadt bevor wir dann zum Rhein gehen wo die Altstadt liegt. Hier reiht sich Gasthaus an Gasthaus und schon bald kehren wir wieder ein um uns ein Eis zu gönnen, bevor wir zum frühen Abendessen weiterziehen. Nach einer weiteren kleinen Runde sitzen wir schon wieder in einer Beiz, diesmal solls das Abendessen sein. Eigentlich wollte ich etwas typisch rheinländisches, deftiges essen. Gottlob sahen die Stühle im Garten nicht so bequem aus, ich hätte mich wohl überfressen. Wir haben uns also an der Bequemlichkeit der Gartenstühle orientiert und sind so beim Italiener gelandet, allerdings gab es dann doch ein argentinisches Steak mit Pommes und Salat. Hat geschmeckt und mit 34 Euro inkl. 3 Kölsch und ein Wasser sehr o.k.. Farino harrt nun schon seit bald 5 Stunden im Womo aus, also gehen wir zum Hauptbahmhof und fahren mit der U-Bahn wieder zurück. Wir sind richtig durchgeschwitzt als wir ankommen, Farino hat es allerdings recht angenehm im Womo gehabt und scheint aber trotzden nicht unglücklich zu sein, das er nun endlich aussteigen darf. Wir gehen dann noch an den Rhein hinunter, dort kann er noch ein Bad nehmen und sich ebenfalls abkühlen. 

So morgen gehts wieder nach Hause, auspacken und auf die neue Woche vorbereiten. Zum Abschluss muss ich euch eingestehen das der Titel "Weinreise" etwas ungenau ist, die Hitze hat uns einen anderen Reiseplan aufgezwungen und wir sind nicht einmal unglücklich damit. So hatten wir eine erste Gelegenheit mit der Nordsee und Ostfriesland Kontakt auf zunehmen. Wir werden auf jeden Fall zurückkehren und uns dann etwas mehr Zeit nehmen. Morgen wird es keinen Tagesbericht mehr geben, ich bedanke mich bei allen die meinen Ausführungen folgen und auch fast alles glauben was ich so von mir gebe.

12. Tag, 01.08.18

Emden - Winterswijk, 210 km

Die Nacht war recht unruhig, wie meist wenn man mitten in der Stadt übernachtet. Bis nach 12 Uhr haben Jugendliche Radau gemacht und morgens um 7 Uhr wurde bereits wieder auf der Baustelle auf den anderen Hafenseite gelärmt. Was solls war ja nur für eine Nacht. Farino und ich verbinden die Hafenrunde am Morgen gleich mit dem Brötchen holen in der Stadt. Es ist noch nicht viel los um halb acht, v.a. die MItarbeiter der Stadt sind dabei die Blumenbeete zu tränken und die Strassen zu reinigen. Wir sind nach dem Frühstück schnell zum Aufbruch bereit, kein Wunder wir ahben uns auch nicht grossartig eingerichtet, was wir auf den Stellplätzen für 1 Nacht ohnehin nur selten machen. Noch Wasser auffüllen und Diesel tanken, dann fahren wir los nach Winterswijk in Holland. Es sind nur knappe 210 km und wir können hauptsächlich auf der A31 fahren, so biegen wir schon kurz nach dem Mittag auf den riesigen Parkplatz von Obelink ein. Hier wird auf knapp 65`000m2 alles angeboten was mit Camping und Outdoorsport zu tun hat. Von der Tasse und dem Schlafsack bis zum kompletten Wohnwagen kann man hier alles kaufen was des Campers Herz begehrt. Der Parkplatz ist noch spärlich belegt, trotzdem hat es im Laden eine Menge Menschen. Knapp 1,5 Stunden und 200 Euro später, haben wir einen neuen Wasserhahn für die Küche, einen neuen kleineren Esstisch, einen noch kleineren Kaffetisch, Sanitärflüssigkeit, einen Windfang und einen Hüttenschlafsack eingekauft. Gott sei Dank war es so warm im Laden, wer weiss was sonnst noch alles mit gekommen wäre. Nachdem alles verstaut ist machen wir uns zu unserem Nachtquartier auf, es liegt direkt an einen Badesee in einem Naherholungsgebiet. Die Stellplätze sind schon gut belegt, wir finden aber doch noch ein Plätzchen unter einer kleinen Baumgruppe. Es gibt sogar Strom, nur mit dem Internet wirds wohl heute nichts, wir sind ja in Holland. ZUr Feier des Tages gibt es heute ein gut schweizerisches Abendessen, nähmlich Raclett. Doch zuvor muss ich schon noch einen Schwumm im See machen, das Wasser ist angenehm warm. Es hat fast keine Leute hier am See, offensichtlich sind alle in den Ferien oder sonstwo. Auf das Feuerwerk zum 1. August verzichten wir solidarisch mit allen zu Hause gebliebenen und sitzen einfach so noch draussen.

11. Tag, 31.07.18

Upleward - Emden, 25 km

Nach den Frühstück wird zusammengepackt. Heute verabschieden wir uns aus Upleward in Richtung Süden..., naja soweit ist es ja nicht nach Emden, knappe 25km mit Umwegen übers Land. Doch unser erster Stadtbesuch gilt dem Ort Greetsil, den ich gestern schon per Velo erkundet habe. Wir sind froh das der Himmel noch immer bedeckt ist als wir in dem kleinen Städtchen eintreffen. Etwas am Rand liegt der Stellplatz, resp. der grosse Parkplatz für Womos. Heute darf Farino auch mit, es sind ja noch nicht soviele Touris unterwegs und eben, es ist noch recht bedeckt und die Temperaturen daher noch moderat. Unser Weg führt erst an den beiden Windmühlen vorbei, wobei die eine noch täglich in Betrieb ist,  in den Altstadtkern von Greetsil. Wir schlendern die Gassen mal rauf und mal runter und zurück. Ich warte jeweils mit Farino vor den Geschäften in welchen sich Rosi etwas umsehen möchte. Es gibt viele hübsche Sachen zu kaufen, v.a. für Liam wird Rosi schon schnell mal fündig und auch noch weitere Souveniers landen in der Einkaufstasche. Nach gut 2 Stunden setzten wir unsere Fahrt nach Emden fort, wir wollen dort auf dem Stellplatz am Binnenhafen übernachten. Emden ist eine hübsche Kleinstadt mit schmuckem Hafen und schöner, aber kleiner Fussgängerzone in der Innenstadt. Wir brechen recht früh zu unsrem Stadtbummel auf, wir wollen dann später in der Stadt noch etwas essen. Unser Zeitmanagement erweist sich als nicht ausgereift und wir sind gezwungen vor dem Abendessen noch zu einem Apéro einzukehren, vorher haben die Speiselokale noch geschlossen. Eigentlich steht mir der Sinn nach Fisch, leider können wir im Zentrum kein Lokal finden was sich auf Fischmenues ausgerichtet hat. Es gibt Steakhäuser, Pizzarias, Griechen und Türken, aber kein Fischrestaurant..... Also begnügen wir uns mit einer, zugegebenermassen leckeren Pizza und einem Glas Merlot, resp. einem Pino Grigio für Rosi. Morgen gehts nach Holland, wir fahren nach Winterswijk zu Obelink, einem riesigen Campingzubehörhändler. Wir sind gespannt was wir da alles entdecken.

10.Tag, 30.07.18

Upleward

Heute ist der letzte Tag unseres Aufenhaltes hier in Upleward. Da Rosi `s 4 Buchstaben noch schmerzen wird wohl heute nichts mit dem Ausflug nach Greetsil, auch nicht mit einem E-Bike. Der Himmel ist nach dem nächtlichen Regen noch immer etwas bewölkt, aber die Sonne lugt bereits wieder durch die Wolkenlücken. Nach dem Frühstück muss ich erst das Buch "Zero" welches mir Albert entpfohlen hat, zu Ende lesen. Gestern war es dafür zu spät und die Augen sind mir immer wieder zugefallen, also mussten die letzten 50 Seiten noch bis heute warten. Es wird bereits beim Frühstück affig warm vor dem Womo, der Wind welcher uns gestern um die Ohren gepfiffen ist fehlt heute praktisch vollständig. Ich beschliesse die Gunst des fehlenden Windes zu nutzen und mach mich mit dem Velo auf den Weg nach Norddeich. Ich merke aber schon bald, das wird ein übler Rückweg auf dem Deich ist er nämlich da der Rückenwind von gestern. Ich komme also zügig voran und bin schon bald in Greetsil. Wirklich absolut sehenswert der kleine Ort an der Leybucht, mit dem schmucken Hafenviertel und der schönen Fussgängerzone. Wir werden morgen nach unserem Aufbruch dort noch einen Zwischenstopp einschalten und ein bisschen Bummeln. Überhaupt, ich hab noch keinen Plan wie es weiter geht für den Rest der Woche, wir werden sehen. 

Weiter geht es nach Nord, dem Wendepunkt meiner kleinen Ostfrieslandrunde. Wie erwartet zeigt sich nun der Wind recht unbarmherzig und bläst mir voll ins Gesicht. Ein knappe halbe Stunde später bin ich dann wieder in Greetsil wo ich mir am Hafen ein kühles Jever gönne bevor ich mich auf die restlichen 15 km im Gegenwind mache. Nach einer Dusche und einem kleinen Schläfchen gehts mir aber wieder gut und wir machen uns auf einen kleinen Spaziergang ans Meer, die Sonne knallt dort nun so richtig vom Himmel und ein Lüftchen wär jetzt ganz nett, der Schweiss rinnt bereits wieder in die Augen. Naja, wenigstens gibt bei unserer Rückkehr für Farino eine kühlende Dusche und für uns ein Eis, gleichzeitig habe ich noch unsere Zeche beglichen, 175 Euros bin ich los geworden für die 4 Tage. Ist aber für die Einrichtung u.s.w. in Ordnung. Wir werden die restlichen Nächte wohl nicht mehr so komfortabel stehen.

9. Tag, 29.07.18

Upleward

Starten wir den heutigen Bericht mit einem kulinarischen Exkurs zu unserem gestrigen Abendessen. Also beginnen wir mit der Gemüsebeilage welche wir noch von zu Hause, tiefgefroren versteht sich, mitgenommen haben. Aufgetaut in eine Aluschale gelegt, mit Olivenöl und Boullion gewürzt auf den Grill. Den Seelachs wie empfohlen mit etwas Salz und Pfeffer abgeschmeckt, ebenfalls in eine Aluschale gelegt und dann ebenfalls aufs Feuer damit. Das ganze benötigt bei mittlerer Hitze ( mehr gibt der kleine Grill nicht her... ) etwas 20 Min.. Dazu ein Glas, ebenfalls von der Mosel mitgebrachten, Dornfelder trocken, zwar Rot aber egal. Ich hab ihrgendwo mal gelesen das zu Fisch auch Rotwein passt, also weg damit. Da der Wind gestern recht kühl war, haben wir drinnen gegessen. Mit dem Ergebnis von Grill waren wir durchwegs zufrieden, da die Fischportion wohl doch etwas sehr gross geraten war, freute sich auf Farino noch über eine Ergänzung seines etwas eintönigen Trockenfutters, der Napf war nachher bis aufs letzte Krümelchen ausgeschleckt. 

Nach einer herrlich kühlen Nacht weckt mich die Sonne etwas früher als gestern, was Farino jedoch gar nicht stört, kommt er so doch etwas früher zu seinen Morgenspaziergang auf dem Deich. Kurz vor dem Mittag mach ich auf Geheiss von Rosi die Velos bereit, wir wollen zum Pilsumer Leuchtturm radeln. Rosi ist richtig motivert, eigentlich habe ich die Anmiete eines E-Bikes vorgeschlagen, was sie aber auf morgen verschieben wollte, da man dann bis nach Greetsil fahren könnte und dort auch etwas shoppen. Am heutigen Sonntag wär das ja nicht möglich gewesen. Ein Schelm wer dabei Böses denkt. Also starten wir mit reiner Muskelkraft und der freundlichen Unterstützung des Rückenwindes nach Pilsum wo uns besagter Leuchtturm erwartet. Wir kommen flott voran und werden nur durch die geschlossenen Weidetore aufgehalten. Die 10 km legen wir recht locker zurück, Rosi schmerzen jedoch schon bald ihre 4 Buschstaben und die tiefe Sitzposition kommt ihren Schultern auch nicht gerade gelegen, trotzdem schlägt sie sich wacker. Ein kurzes Fotoshooting später sind wir schon wieder auf den Rückweg. Diesmal ist der Wind im negativen Sinn entgegenkommend und bläst uns zügig ins Gesicht. Dies macht das Unterfangen "Radfahren" mit reiner Muskelkraft etwas schwieriger, doch mit etwas Anschiebeunterstützung meinerseits, dämlichen Motivationssprüchen, ebenfalls von meiner Seite, erreichen wir den Camping zufrieden und mit schmerzenden, besagten 4 Buchstaben, also die von Rosi. 

Der Wind hat jetzt noch mehr zugelegt und ich muss die Abspannung der Sonnenstore verstärken. Einfahren möchte ich sie nicht, da wir sonst an der prallen Sonne sitzen müssten. Gegen Abend überzieht sich der Himmel wieder mit Wolken, was aber gemäss Wetterbericht nichts Schlechtes zu bedeuten hat, es soll trocken bleiben. Ich gehe mit Farino noch an den Deich, a) muss er eh nochmals etwas Bewegung haben und b) hab ich keine Lust mehr zu lesen. Wir schauen da ein wenig den Kitesurfern zu, welche den Wind geschickt zu nutzen wissen und mit einem höllen Zahn übers Wasser flitzen. Sieht eigentlich ganz leicht aus,... ist mir aber mit dem Langlauf Skating auch schon so gegangen, also schiebe ich den flüchtigen Gedanken gleich wieder zur Seite.

8. Tag, 28.07.18

Upleward, Chillingday

Wo war ich gestern grad noch,... ach so genau beim Abendessen. Ich möchte es mal so sagen, wir haben recht schnell gemerkt das wir nicht in Italien sind, obwohl es auf der Karte minesten 15 verschiedene Pizzen und ebenso viele verschiedene Pastagerichte gab. Ich hab mich für die Matjes nach Hausfrauenart und Rosmarinkartoffeln entschieden, eine wahrlich weise Entscheidung. Die Pizza von Rosi sah nicht gerade toll aus, schmeckte aber ganz o.k.. Dafür war der Primitvo den wir bestellt haben viel zu warm. Schade, weil so schlecht war der gar nicht. Mit den Matjes war ich sehr zufrieden, lagen diese doch auf einem feinen Apfel/Zwiebelbeet und eben die leckeren Rosmarinkartoffeln. Anstelle eines Desserts sind wir noch auf den Deich gestiegen und haben uns das Wattenmeer angeschaut und den Sonnenuntergang bestaunt. Eigentlich haben wir gehofft den "Blutmond" zu sehen, leider waren wir noch zu früh. Etwas später konnten wir ihn dann aber doch noch von unserem Stellplatz aus beobachten. Allerdings war der Himmel zu dunstig um schlaue Fotos machen zu können. In der Nacht hat der Wind dann ganz ordentlich an unserer Store gerüttelt, also sind wir ihrgendwann Nachts nochmals raus um die Store einzuziehen. 

In der Nacht war es dann wie erhofft einiges kühler als in den vorangegangenen und so haben wir dann bis um halb neun geschlafen. Zum Frühstück scheint dann die Sonne, aber die Wolken am Himmel sind unübersehbar und die ersten Wolken des angekündigten Regens ziehen schon auf, als wir uns auf den Weg zum Leuchtturm von Campen machen. Übrigends mit 60 m Höhe der höchste Leuchturm Deutschlands, erbaut wurde der Turm mit einer Skelettstruktur aus Stahl 1889 und ist auch heute noch in Betrieb. Natürlich ist die Lichttechnik auf dem neuesten Stand. Früher wurde der Strom für das Licht gleich nebenan im Generatorhaus selbst erzeugt und der Generator kann heute noch besichtigt werden. Ebenfalls kann der Leuchturm bestiegen werden, 308 Stufen führen auf die Besucherkanzel, von wo aus man einen herrlichen Rundbilck hat, bei guten Wetter bis zur Insel Borkum die etwas weiter draussen vor der Küste liegt. Leider ist ist die Sicht heute nicht so toll und mein Blick schweift vergebens über den Horizont. Gerade noch rechtzeitig machen wir uns auf den Rückweg. Wir sind grad zurück als der Regen einsetzt und wir können die offenen Fenster schliessen bevor ein kurzer aber heftiger Schauer niedergeht. Die Luft kühlt sich nun herrlich ab und wir geniessen es auf unserer Veranda zu sitzen. Ich finde ausreichend Zeit alle Fotos zu speichern und zu begutachten und alles für den heutigen Blogeintrag vorzubereiten. Ansonsten wird ewas gedöst und gelesen. Rosi und ich haben am Morgen noch den kleinen Markt am Eingang des Campingplatzes wo Fisch und Früchte angeboten werden, besucht. Der freundliche Mann am Fischtresen empfiehlt mir zum Grillen den Seelachs und schneidet mir drei schöne Stücke zurecht. Seine Empfehlung nur mit etwas Salz und ein wenig Pfeffer zu würzen und den Fisch dann in Alufolie zu braten werde ich beherzigen. Geschmacksbericht und Kritik folgen morgen.

7.Tag, 27.07.18

Koblenz - Upleward, 443 km

Letzte Nacht hat es erst gegen Morgen etwas abgekühlt, ich hab schlecht geschlafen und bin eher etwas angespannt... Beim Frühstück fällt die Entscheidung, wir fahren an die Nordsee, genauer nach Upleward in der Nähe von Emden. Ich ruf aber noch kurz auf dem Camping unserer Wahl an, ich wär wohl echt übel gelaunt wenn wir noch einen Platz suchen müssten. Üblicherweise wär das kein Problem, aber angesichts des wenigen Schlafes und der grossen Hitze kann ich eine grössere Platzsuche nicht gebrauchen. Aber alles im grünen Bereich, Platz ist gebongt für vier Nächte. Als wird nach dem Frühstück zusammengeräumt, wie immer geht das flux von der Stelle, nur noch das Dachfenster schliessen. Ich sagte das Dachfenster schliessen..... Kruzifix was ist da los,.. keine Panik, alles schon mal da gewesen. Souverän öffne ich die Sitzbank, trenne das EBL kompl. vom Strom, warte 3 Sekunden, schalte wieder ein und ... es geht noch immer nicht. Ruhig Blut Jörg, das kommt schon. Mittlerweile wird es schon arg warm im Womo, wir wollten ja eigentlich abfahren. Noch ein Versuch, ohne Erfolg, es folgt ein weiterer in anderer Reihenfolge mit dem selben Ergebnis. Also Werkzeug raus, das Scheissfenster muss jetzt einfach zu. Abdeckung demontieren, Motor ausbauen und mit dem Inbusschlüssel Fenster schliessen, Motor wieder einbauen, damit des Fenster geschlossen bleibt und schon kann es los gehen. Erst noch zur Bank, weil nur Bares ist Wares, dort werde ich zu allem Überfluss noch von einem Radfahrer auf dem Trottoir fast über den Haufen gefahren... Nochmal gut gegangen. Endlich gehts los, 443 entspannte Autobahnkilometer stehen vor uns. Denkste, egal wann du in DE unterwegs bist, Stau gibt`s immer. Aber ich glaube es hätte schlimmer kommen können, nach knapp 5 Stunden sind wir am Ziel angelangt. Camping am Deich in Upleward. Es ist ist zwar auch sehr warm, aber der frische Meerwind ist einiges kühler als wir das bisher erlebt haben, als wir glaubten einer mit den Föhn bläst uns ins Gesicht. Rosi hat keine Lust zu kochen, daher muss sie ins Platzrestaurant und die Speisekarte studieren. Ich werde dann morgen berichten.

6. Tag, 26.07.18

Klüsserath - Koblenz, 128km

Erstaunlicherweise kühlt es in der Nacht immer noch einigermassen ab, sodass man wenigstens gut schlafen kann. Aber vor 23.00 Uhr ist nicht an Schlaf zu denken, also sitze ich solange wie möglich draussen und lese noch etwas. Heute kommt der Bäcker etwas später als erwartet und ich bin vergebens so früh aufgestanden, immerhin sind die Zähne schon geputzt und den 1. Kaffee habe ich auch schon intus als ich dann die Hupe höre mit welcher der Bäcker jeweils auf sich aufmerksam macht. Wir wollen heute dem Mosellauf folgen und bis nach Koblenz fahren, wo wir auf dem Stellplatz am Deutschen Eck übernachten wollen. Die 128 km ziehen sich recht in die Länge da man natürlich alle Ortschaften durchfährt, und das sind nicht wenige. Allesamt sind schmuck herausgeputzt, vorallem dort wo die Schiffe anlegen hat man sich besonders Mühe gegeben. So gegen halb drei treffen wir in Koblenz ein, das Thermometer zeigt 36 °C und der Stellplatz ist bereits voll und wir müssen auf den Camping ausweichen. Wir stehen zwar im Moment ohne jeden Schatten auf dem Platz, der sollte aber etwas später von den Bäumen auf der Rückseite kommen. Dafür haben wir eine super Sicht auf das treiben am Rhein, wo ein Schiff nach dem Anderen vorbei fährt. So langsam macht die Hitze auch mir zu schaffen und ich fühle mich wie eine Pizza im Ofen, so ein Blödsinn ich weiss ja gar nicht wie sich eine Pizza fühlt... Es ist einfach zu heiss um einen vernünftigen Vergleich zu suchen. Wenns dann etwas abgekühlt hat wollen wir noch an den Rhein zum deutschen Eck und noch ein paar Fotos schiessen. Für einen Rundgang in die Altstadt sehen wir ab, Hitzefrei.... Wir überlegen uns ernsthaft ob wir an die Nordsee fahren sollen, in der Hoffnung das dort am Meer die Hitze erträglicher ist. Mal sehen morgen sehen wir weiter...

5. Tag, 25.07.18

Klüsserath - Klüsserath, 0 km

Gestern haben wir in einem Vodafonshop unser Daten Guthaben noch freischalten lassen, da es über die Hotline nicht funktionierte, vermutlich weil wir das über eine schweizer Handynummer versucht haben. Leider klappt es auch am Abend nicht, ich bin am Rande der Verzweiflung angelangt und das 2. Bier ist auch schon leer. Als dann auch noch das WIFI vom Platz nicht funktioniert, resp. mit dem Netzwerkzertfikat nicht stimmt, breche ich die Übung ab und öffne das letzte Bier... Wenigestens funktioniert der Grill ohne WIFI und das Abendessen ist gerettet. Wir sitzen noch lange draussen und lesen bis es zu dunkel dafür wird. In der Nacht waren die Temperaturen ganz angenehm und gegen Morgen bin ich sogar unter die Decke gekrochen. Heute muss ich früh raus, der Bäcker kommt schon um 8 Uhr, den möchte ich nicht verpassen, da ich nicht weiss wo der nächste ist und ich ungern 5km durch die Gegend latsche nur um festzustellen das ich in die falsche Richtung gelaufen bin. Also hopp hopp raus aus den Federn und Kaffee machen. Nach dem Frühstück fahr ich mit dem Rad zum Einkaufen, Wasser und Bier ist alle und auch etwas Salat wär ganz schön. Also fahr ich mit einem kleinen geplanten Umweg zurück nach Schweich wo einen EDKA gibt. Radfahren mit 10 kg Zusatzgewicht auf den Rücken ist gar nicht so angenehm, an der Wampe stört das glaube ich weniger... Da das mit dem Duschen hier auf dem Platz nicht geht und ich das Wasser lieber spare gehe ich nochmal in die Mosel zum schwimmen, wobei ich mir nicht sicherbin ob ich vorher sauberer war als nachher. Die Aussicht auf ein kühles Blondes beflügelt mich und ich unternehme erneut den Versuch uns ans Netz zu bringen. Zumindest scheint etwas zu funktionieren, ist aber extrem langsam, vielleicht liegt am schlechten Handyempfang??? keine Ahnung und keine Lust das weiter zu erörtern. Wir verbringen den Rest des Nachmittags am Schatten und versuchen nicht zu überkochen, was für eine Affenhitze..

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4. Tag, 24.07.18

Saarburg - Klüsserath, 55km

Wow, heute wurde es fast knapp für den Bäcker. Kurz nach acht schlage ich die Augen auf, nur noch Zähneputzen und dann ungeschminkt zum Bäcker der mit seinem Wagen schon da steht. Erst dann machen Farion und ich uns auf den Weg der Saar entlang. Heute steht die Besichtigung von Trier auf dem Program, bevor wir uns aufmachen muss aber noch entsorgt, entleert und aufgefüllt werden. Es gibt hier auf den Platz gleich 2 Entsorgungstationen was sicherlich Sinn macht bei grossen Andrang, was heute allerdings nicht der Fall ist. Einzig unser holländische Camperkollege hat, in ermangelung eines passenden Schlauches etwas Mühe seinen Wasservorrat aufzufüllen. Als auch das erledigt ist brechen wir auf, Trier ist nur knappe 20 km entfernt und wir planen auf den Stellplatz etwas am Rande der Stadt zu parken. Nachdem wir einen halbwegs schattigen Platz gefunden haben installieren wir uns für 1 Nacht. Farino bleibt heute zum Stadtbesuch im Womo, es ist einfach zu warm für ihn. Wir hingegen nehem den Bus zur Porta Nigra, einen alten Stadttor aus römischer Zeit. Überhaupt gibt es in Trier noch das eine oder andere aus der Römerzeit zu sehen. Da wir Amphitheater in den vergangen Jahren zur Genüge angeschaut haben, verzichten wir auf dieses in Trier und machen einen Altstadtbummel. Dort besichtigen wir den bekannten Dom, welcher zu unserer Überraschung keinen Eintritt kostet. Ein beeindruckender Bau mit einem schönen Chor und toller Orgel welche an der Wand zu schweben scheint. Danach müssen wir uns in einem der zahlreichen Strassencafés stärken. Da der Nachmittag noch jung und die Temperaturen hoch sind, beschliessen wir zum Womo zurück zu kehren und noch bis nach Klüsserath zum dortigen Stellplatz zu fahren, das sind ja auch nur runde 20 km. Wir finden dort einen, zumindest am Nachmittag schattigen Stellplatz mit Meer-,.. pardon mit Flusssicht. Die Mosel erscheint mir zwar nicht so zum Baden geeignet, ich lasse s mir aber trotzdem nicht nehmen ein kurzen Schwumm zu machen. Das Wasser ist angenehm frisch und optisch einigermassen sauber, trinken würd ichs trotzdem nicht.

3. Tag  23.07.18

Saarburg - Saarburg, 0 km

Da auch für heute heisses Wetter vorrausgesagt ist starten wir, für unsere Ferienverhältnisse früh , d.h. etwa um 10.00 Uhr. Wir marschieren strammen Schrittes der Saar entlang nach Saarburg. Das ist nicht so weit wie es tönt, ich schätze ca. 1 km mit Anlauf. Mit dabei ist auch Farino der so gleich seinen Auslauf bekommt. Da wir im Lidl noch einkaufen wollen muss auch der Rucksack mit. Der kleine Stadtrundgang lohnt sich, vorab das kleine historische Zentrum mit den Wasserfall der Leuk mitten im Zentrum ist sehr hübsch anzuschauen. Die Saarburg wurde erstmal im 8 Jh. urkundlich erwäht und war als Bischofssitz gebaut worden, später hatte die Burg auch eine strategische Bedeutung und wurde entsprechend ausgebaut. Im 14 Jh. wurde die Leuk umgebettet und es entstanden die Mühlen an deren neuem Verlauf mitten in der Stadt. Nach einer guten Stunde und dem eingehendem Studiums der Treppen die zur Burganlage hochführen, beenden wir unseren Rundgang mit dem Einkauf im Lidl, selbstverständlich mit reduziertem Volumen da ich ja das ganze nach Hause schleppen muss. 

Nach unserer Heimkehr schlägt meine Stunde, der Renner braucht Auslauf. Eine Runde an die Mosel ist geplant, knapp 90 km und moderate 900 Hm sind zu überwinden, also ein Klacks... So ein Schei.... , die letzten 4 Wochen ohne Radfahren haben es in sich, die letzten 15 km muss ich fast wie das letzte Bier an einem Fest abbeissen. Ich bin figg und fertig als ich wieder retour bin. War wohl die hohe Temperatur die mir zu schaffen macht ..... oder so. 

Zum Glück hat eine fürsorgliche Gattin am Kiosk auf dem Platz Kuchen besorgt, den verschlinge ich jetzt mich Hochgenuss. Da es immer noch mächtig heiss ist, grille ich erst gegen 19.00 Uhr die feine Stücke vom Jungbullen, dazu gibts Salat und wie kann es anders sein wieder einen Riesling aus hisigem Anbau. Na dann Prost !

3.Tag 22.07.18

Dierbach - Saarburg, 177 km

Wo kann man heute noch für 9 Euro ein Schweinssteak mit Pommes essen..., und dazu einen 1/4 Roten oder Weissen zu 2.80 Euro schlürfen? In Dierbach kann man das und das haben wir natürlich ausgiebig genutzt, vor allem dem Spätburgunder habe ich zugesprochen. Was mit einem beschwingten Heimweg zum Womo einher ging, und auch eine entsprechende nächtliche Geräuschkulisse ergab. So zumindest berichten mir das Nachts anwesende Personen... . Nochmal zurück zum Start. Wir haben eben fertig gegessen und uns munter mit den, uns unbekannten Tischnachbarn unterhalten, als plötzlich jemand nach den Wohnmobilisten mit Schweizer Kennzeichen fragt. Unsere Warnblinkanlage tut was sie tun soll, nur eben nicht gerade jetzt, aber dies bereits seit eine halben Stunde, sie blinkt. Dies natürlich zur allgemeinen Irritation unser Nachbarn welche sich a) Sorgen gemacht haben oder b) sich gestört fühlten. Rosi hat dann umgehend die Initiative ergriffen und ist mit der Nachbarin zum Womo gegangen um den Fehler zu beheben. Auf der Fahrt nach Dierbach sind wir in einen Stau geraten und wollten zur Warnung des nachfolgenden Verkehrs den Warnblinker einschalten, was dann aber nicht funktionierte. Offensichtlich hat sich der Kontakt dann später gelöst und so die Warnblinkanlage in Gang gesetzt. 

Heute Morgen war der Himmel dann aufgehellt und die Kopfschmerzen hielten sich in Grenzen, zumindest wurde kein medikamentöser Eingriff nötig. Nach dem Frühstück musste ich dann noch aufs Dach klettern um unsere Dachluke abzudichten. Während des Starkregens gestern hats plötzlich ins Wohnzimmer getropft und wir mussten Eimerchen aufstellen. Also habe ich heute kurzentschlossen die alten Kit Fugen mit Panzertape abgeklebt, in der Hoffnung das das bis zum Ende der Ferien hält. Ich werd die Dachluke wohl ausbauen und neu abdichten müssen sobald wir wieder zu Hause sind. Gegen zehn Uhr machen wir uns dann auf den Weg zu unserem nächsten Ziel, der Kleinstadt Saarburg an der Saar, einem Zufluss der Mosel unweit der Grenze zu Luxemburg. Die Strecke führt auf kurvenreichen Strassen durch den Pfälzerwald, den grössten zusammenhängenden Waldgebiet Deutschlands nach Saarbrücken, dann auf der A8 bis nach Merzig und dann über die Landstrasse nach Saarburg. Kurz vor der Stadt befindet sich der Wohnmobilhafen Saarburg direkt am Wasser. Leider sind Schattenplätze hier Mangelware, also stellen wir uns so auf das wir Flusssicht haben und hoffen das es nicht ganz so warm wird. Der Platz ist sehr gut ausgestattet und blitzblank. Uns gefällts hier und ich checke für 2 Nächte ein. Morgen wollen wir das historische Städtchen erkunden und später will ich noch aufs Rad steigen und eine Runde durch die Gegend drehen.

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2. Tag 21.07.18

Wollbach-Egerten - Dierbach, 209 km

Der Regen in der Nacht hat recht schnell nachgelassen und bald einmal ganz aufgehört, zumindest habe ich nichts mehr gehört. Auf jeden Fall haben wir gut geschlafen, es war kein Laut zu hören. Nachdem ich vom Morgenspaziergang zurück bin, geh ich erstmal noch ein paar Fotos schiessen. Die Frühstücksgäste werfen sich sofort in Pose als ich mit der Kamera um den Hals um die Ecke kommen. Leider muss ich sie enttäuschen,.. ich bin eher an den alten Traktoren und Landmaschinen interessiert als an den alten... na, ihr wisst schon was ich meine. Nach dem Frühstück fahren wir erst nochmal zurück nach Lörrach, wir müssen noch eine DataSim Karte kaufen, damit ich meine Geschichten auch hochladen kann. Nachdem auch das erledigt ist starten wir nach Colmar, unserem Zwischenstopp auf dem Weg zum Weingut Geiger in Dierbach. Als wir in Colmar ankommen landen wir zuerst auf dem örtliche privaten Stellplatz, da wir nur einige Stunden bleiben wollen zeigt mir der Platzmeister den Weg zu den öffentlichen Parkplätzen welche für die Wohnmobilisten ausgewiesen sind. Dazu spricht er in einem komischen Gemisch von Französisch und Deutsch, auf jeden Fall kennt er St.Gallen und das Säulirennen an der OLMA. Wie klein die Welt doch ist. Nach einer kleinen Ehrenrunde finden wir problemlos einen Parkplatz für unser Landschiff. Apropos Schiff,... es schifft jetzt ganz ordentlich und wir warten erst noch etwas ab bevor wir uns auf den Weg in die Stadt machen. Farino darf mit und ist darüber natürlich sehr erfreut. Colmar ist eine schmucke Kleinstadt mit einen wunderbaren, historischen Stadtkern der mit diversen Kanälen durchzogen ist. Hübsche, farbige Riegelbauten säumen die Strassen. In den kleinen Geschäften werden Elsässer Spezialitäten und natürlich der übliche Krimskrams angeboten. Kaum um die erste Ecke gebogen fällt Rosis Blick auf die Ausverkaufsschilder am örtlichen Guess-Laden. Schöne Handtaschen zu moderaten Preisen locken meinen Schatz in den Laden. Auf dem Rückweg zum Womo wird sie sich dann auch noch eine kaufen,... inkl. der dazu passenden Geldbörse. Dann nehmen wir die restliche Strecke unter die Räder und fahren nach Dierbach. Des beschauliche Weingut entpuppt sich als grosser Stellplatz mit weit über 50 Stellplätzen am Rande der Weinberge. Allerdings müssen wir auf eine andere Wiese ausweichen, da der Stellplatz bereits voll belegt sind. Für 10 Euro ist Dusche und Strom inklusive und da das Restaurant recht hübsch aussieht werden wir uns heute einmal mehr ausser Haus verpflegen.

1. Tag 20.07.18 

Niederbüren - Wollbach-Egerten, 160 km

So da sind wir,... in Wollbach-Egerten auf den Kreiterhof. Nach einer Anfahrt von etwas mehr als 2 Stunden sind wir hier angekommen. Hier ist mächtig was los, die Parkplätze sind rammelvoll, natürlich auch die Stellplätze. Die Straussenwirtschaft ist voll besetzt, wir haben aber Glück kurz nach unserer Ankunft wird ein Parkplatz frei und wir können einparken. Nach der obligaten Hunderunde, gehen wir rund um den Hof zur Wirtschaft um noch etwas kleines zu essen und v.a. etwas leckeres zu trinken. Der Wein stammt aus den hofeigenen Rebberg und ist herrlich sauer.. . Auf und rund um den Hof stehen unzählige alte Traktoren und Landwirtschaftsgeräte. Viele Antiquitäten zieren die Aussenwände der Gebäude, es sieht aus wie in einem Museum. Also abstauben möchte ich hier nicht. Pünktlich zu unserer Rückkehr zum Womo fängt es an zu Regnen, für einmal sind wir froh. So wird die Luft herrlich abgekühlt und wir hoffen auf guten Schlaf. Na dann gute Nacht.