an die Amalfiküste 2018

03.05.2018

1.Tag 06.05.2018

Niederbüren - Fontanellato, 478km

Um die Mittagszeit ist es soweit, wir starten in Richtung Süden mit dem Ziel Amalfiküste. Doch zuerst muss ich noch den Vorrat mit "Quellfrisch" auffüllen, nicht das ich heute Abend im Trocken sitze. Wir planen heute bis mindestens nach Parma zu fahren, je nachdem auch noch etwas weiter. Wir werden sehen,... Den ersten Zwischenstopp machen wir vor dem Tunnelportal auf der Seite von Nufenen, damit sich Farino die Beine etwas vertreten kann, und wir natürlich ebenso. Es ist erstaunlich warm dort oben, das letzte Mal als wir dort waren ist uns fast der A... abgefroren. Wir kommen flott vorwärts und sind schon Bald in Chiasso an der Grenze, es at kaum Verkehr und das bleibt dann bis in die Region Mailand auch so. Mittlerweile ist es aber scon ganz schön warm und da die Klimaanlage wirklich nicht funktioniert, fahren wir mit offen Seitenfenster, damit es für unseren haarigen Begleiter nicht allzu warm wird. Da es nun doch schon bald 5 Uhr ist beschliessen wir, bereits vor Parma auf den Stellplatz Fontanellato zu übernachten. Wir kennen den Platz schon von unserer Reise nach Griechenland, man kann hier schön im Schatten der Solarpanele stehen und für 6 Euro für 12 Stunden gibt es nebst Toilette und einer Versorgungsstation auch noch gratis Strom. Asl wir aussteigen müssen wir uns gleich gegen die Mücken wehren welche uns umschwirren. Zum Essen setzen wir uns dann aber doch hinein da wir gerne ungestört sind. Diesmal hat auch die Gelateria am Stellplatz geöffnet und so gibt es dann zum Dessert noch ein feines, hausgemachtes Glacé. Heute werden wir uns wohl früh aufs Ohr legen, wir möchten morgen zeitig aufbrechen.

2. Tag 07.05.18

Fontanellato - Neapel, 680 km

Das Wetter ist heute recht wechselhaft, zur Abfahrtszeit regnet es wieder leicht, auch unterwegs wechseln sich Sonnenschein und Regen ab. Erst mal volltanken, sonst wird's nicht bis nach Neapel reichen. Danach gehts wieder zurück auf die A1, wo wir über Bologna, Florenz und Rom nach Neapel fahren. Trotz Wochentag fahren wir ziemlich entspannt und bis auf wenige kurze Momente praktisch staufrei bis nach Neapel. Damit ahebn wir nicht gerechnet. Zwischen Bologna und Florenz ist ein grosser Abschnitt der Autobahn komplet neu gebaut und die Rumpelpiste von früher ist Vergangenheit, ausser man zweigt nicht auf "Tangentiale" sondern "panoramica" ab. Dort fährt man auf der alten Autobahn nach Florenz. Die knapp 700 km ziehen sich aber dann doch noch in die Länge und so kommen wir gegen vier Uhr am Nachmittag in Neapel an. Kurz vor der Stadt kommt dann noch eine "Statione", gespannt stecke ich das Ticket von heute Morgen in den Schlitz,... 51.30 Euro sollte die Strecke kosten. Damit habe ich gerechnet und bin nicht überrascht, umso mehr aber als der Automat meine VISA Karte partout nicht akzeptieren will. Nach einigem hin und her spukt er dann eine Rechnung aus, welche ich innert 15 Tagen begleichen muss. Geht glaube ich an den Autobahnraststätten oder mit online Banking. Wir werden sehen... So, noch kurz durch Neapel gekurvt, hier bin froh das noch keine Rushhour ist, dann wird hier die Hölle los sein, den es wir schon jetzt links und rechts überholt oder im Zickzack gefahren. Nach insgesamt rund 1100 km und knapp 12 Stunden Fahrzeit kommen wir auf den Stellplatz Castagnaro an und werden gleich rückwärts eingewiesen. Der Platz schaut ganz nett aus und ich werde dann gleich in die Fahrpläne nach Neapel und dessen Sehenswürdigkeiten eingewiesen, Tickets für die Metro und einen Stadtplan gibts gleich auf dem Platz. Kurz darauf fängt es wieder zu Regnen an. Schade, wir hoffen das es morgen zumindest trocken bleibt, Farino wird es danken wenns dann aber nicht zu warm wird. Der arme Kerl wird im Womo ausharren müssen, für Städte hat er nicht so viel übrig, die sind laut und dreckig.

3. Tag 08.05.18

Stadtbesichtigung historisches Neapel

In der Nacht hat es wieder geregnet. Dafür war es schön kühl und angenehm zum schlafen. Zum Frühstück gibt es heute nur Kaffee, Brot ist alle, respektive noch im Gefrierfach... Wir brechen mit Fahr- und Stadtplan bewaffnet nach Neapel auf. Super, der Ticketautomat am Bahnhof spricht sogar deutsch, ausgezeichnet so können auch wir problemlos ein Ticket lösen, was uns ja bekanntlich nicht immer gelingt ;-). Mit der Bahn gelangen wir innert knapp 1Std. mitten ins historische Zentrum von Neapel. Von der Station Montesanto starten wir unsere Erkundungstour nach Spaccanapoli, das historische Zentrum Neapels. Von der Metrostation geht es erst durch verzweigte Gassen zur Piazza Gesu und Kirche Santa Chiara, die man nur gegen Bares besichtigen kann. Also beschliessen wir kurzer Hand die Kirche vis à vis zu besuchen, Gesu Nouvo. Sehr eindrucksvoll,.. hätten man von aussen nie vermutet, seht euch dazu die Fotos an. Wir setzten unseren Rundgang auf der Via S.Biagio dei Liberai bis zur Via Duomo fort. Unterwegs müssen wir umbedingt in einer kleinen Pizzaria etwas essen, unsere Mägen hängen in den Kniekehlen und der Speicher muss unbedingt wieder gefüllt werden. Uns gefällt die Altstadt ausgezeichnet, die vielen engen Gassen mit den kleinen Geschäften links und rechts finden wir einfach toll. Wir beenden unseren Rundgang an der Piazza Dante und gehen nun bis zum Hafen hinunter wo einige Kreuzfahrtsschiffe im Schatten des Castel Nouvo angelegt haben. Was heisst hier Schatten, die Sonne haben wir bisher noch nicht gesehen, im Gegenteil es schifft immer wieder zwischen durch und wir schätzen unsere Regenjacken. Auf dem Rückweg nach Montesanto gehen wir nochmals durch die Galleria Umberto I, eine riesige mit Glas überdachte Einkaufsmeile. Damit wir dann nicht zu früh zurück sind, steigen wir in den falschen Zug und fahren erst mal 3 Stationen in die falsche Richtung. Ganz schön blöd von uns, war aber auch schlecht beschriftet , aber es war der schönere Zug.... Also wieder zurück auf Start und dann den richtigen Bahnsteig nehmen und schon klappts. Wir kommen gerade am Womo an als es wieder wie aus Kübeln giesst, also auch wieder nichts mit grillen und draussen sitzen. Mal sehen in den nächsten Tagen sollte sich das Wetter bessern...

4. Tag 09.05.2018

Neapel - Marina del Cantone, 100km

Wir haben es heute nicht eilig, heute wollen wir erst nach Ercolano, resp. Herkulaneum, das Gegenstück zu Pompeij, etwas kleiner und überschaubarer, dafür aber besser erhalten. So gegen Mittag sind wir dann vor Ort und parken artig zwischen den Reisebussen, ansonsten gibt es nur eine Tiefgarage, da kommen wir aber nicht hin. Also machen wir uns auf die historische Stätte zu bewundern, welche 79 n. Chr. bei einem Ausbruch des Vesuvs verschüttet wurde. Das muss so schnell gegangen sein, das man am damaligen Strand rund 300 Skelette gefunden hat. Hier überfällt mich eine etwas morbide Sensationslust und ich muss mir die Skelette aus der Nähe anschauen. Rosi verkneift sich das derweil und wartet etwas weiter oben auf einer Terrasse. Da wir uns ja schon auf unserer Griechenlandreise intensiv mit der Zeit um Christi Geburt vertraut gemacht haben ( mein Gott tönt das jetzt aber überheblich ) sehen wir nicht viel was wir nicht schon einmal in ähnlicher Form gesehen haben. So gegen halb zwei machen wir uns auf den Weg zum Vesuv, dessen Gipfel wir heute noch erstürmen wollen. Flugs das Navi programmiert , schon geht es los auf dem direktesten Weg zum Gipfel. Wie wir aus der Vergangenheit wissen ist der direkteste Weg mit dem Womo manchmal etwas schmal und ungeeignet, da aber wenden und rückwärts fahren als Alternative ausfallen müssen wir Wohl oder Übel einfach durch, Rosi verliert etwas die Fassung, fängt sich dann aber wieder als wir auf die Hauptstrasse einbiegen. Weiter geht es steil in engen Serpentinen die Strasse hinauf in Richtung Gipfel. Denkste etwa 1 km vor dem Parkplatz ist die Strasse gesperrt und nur für die Busse und Taxis geöffnet. Wir bezahlen schonmal 5 Euro für einen Parkplatz an der Strasse welcher nochmals rund 2 km weiter weg liegt. Am Wendeplatz halten wir kurz an und werden auf italienisch zugetextet das wir doch hier bleiben sollen und uns die Aussicht anschauen können und ja nicht an der Strasse parkieren sollen u.s.w. . Da sich der Vesuv ohnehin mit einer Wolkendecke verhüllt zeigt, beschliessen wir auf eine Besteigung zu verzichten und an Stelle dessen bereits heute an die Amalfiküste zu fahren, wo hoffentlich auch das Wetter etwas besser ist. Gesagt, getan um 16.30 Uhr treffen wir nach einer abenteuerlichen Serpentinenfahrt in Marina del Cantone ein. Der Camping liegt direkt am, resp. über den Strand. Wir haben Glück und können uns einen Platz in der ersten Reihe sichern. offensichtlich hat es auch hier sehr stark und viel geregnet, der Platz ist recht tief und schmutzig. Dafür haben wir eine super Aussicht auf das Meer.

5.Tag 10.05.2018

Marina del Cantone

Heute ist Ruhetag Nr. 1, das heisst soviel, wie heute wird nicht gefahren. Nach dem leider kurzen Spaziergang, es gibt hier fast keine Möglichkeiten zum Spazieren ausser der Strasse entlang, gehe ich in den Supermarkt am Platz und hole mir für 2.80 Euro 8 Panini. Dann setzten wir uns erstmal vor das Womo und trinken Kaffee. Wie es scheint ist heute besseres Wetter als bisher, zumindest scheint die Sonne von leicht bewölkten Himmel und lässt uns hoffen. Nachdem Frühstück mache ich mich startklar, heute wir der Renner bewegt. Mir schwant schon Unangenehmes, denn es geht gleich 40 min. lang steil bergauf nach S.Agata von wo aus ich nach Positano weiterfahre. Die Strasse führt immer schön der Küste entlang mal wieder hoch, dann wieder runter. Die Ausblicke sind herrlich, leider ist der Himmel nun wieder zeitweise bewölkt und es mag nicht so richtig Stimmung auf kommen. Bereits 2km vor Positano staut sich der Verkehr und es wird links und rechts der Strasse parkiert. In Positano selbst ist alles verstopft, ich frage mich was im Sommer zur Hochsaison hier los sein wird, wir haben jetzt erst Mai und es ist schon alles zu. Da ich die Strecke nach Amalfi und den Rückweg nur schlecht abschätzen kann, beschliesse ich den selben Weg wieder zurück zunehmen und bin dann kurz nach halb eins wie versprochen zurück. Nach einem Sonnenbad gehen wir zum Strand, wir möchten prüfen wie kalt das Wasser ist. Ich gehe mutig voran und bin angenehm überrascht, die Temperatur ist frisch aber keineswegs kalt, also wage ich einen Schwumm im Meer. Man muss allerdings aufpassen überall drohen Haie, natürlich nicht, aber es hat spitze und hohe Felsen im Wasser an den man sich die Beine beim Schwimmen ganz schön aufschlagen kann. Rosi belässt es bei einem Fussbad und sammelt Steine.... Da wir nicht zum Einkaufen gekommen sind werden wir heute Abend zum Italiener gehen, zu wem den sonst?? Für morgen habe ich eigentlich den Bootsausflug nach Amalfi und Positano geplant, Rosi ist der Meinung das es zu lange dauert und wir Farino nicht die ganze Zeit im Womo einschliessen können. Da hat sie ja gar nicht so unrecht, ich möchte aber die Küste auf jedenfall erkunden, dafür sind wir ja extra hergefahren. Also sind Alternativen gefragt, zu meiner allgemeinen Verwunderung willigt Rosi zur Miete eines Scooters ein, mit welchem wir ganz italianita die Tour machen können. Wir werden sehen und ich werde euch berichten.

6. Tag 11.05.18

Positano

Strand von Marina del Cantone
Strand von Marina del Cantone
bescheidene Jacht am Strand
bescheidene Jacht am Strand
Positano
Positano
viel Betrieb
viel Betrieb

Ha, am Morgen flux den Roller abgeholt und schon sind wir starklar. Naja ganz so schnell ist es nicht gegangen, erst wurde in aller Ruhe gefrühstückt. Erst dann machten wir uns bereit für den Ausflug nach Positano. Die Helme passten sosolala aber immerhin hatten wir welche auf. Erst wollten wir im Supermarkt von S.Agata einkaufen, unsere Vorräte sind mittlerweile schon arg dezimiert und immer Auswärts essen können wir ja auch nicht. Aprospo Malzeiten ausser Haus, wir waren gestern im Ort und haben uns ein feines Nachtessen direkt über dem Strand gegönnt, mit Primo und Secondo. Für Rosi gab es zuerst einen leckeren Insalate Caprese ( TomoMoz ) und für mich Spagetti con Cozze, also Miesmuscheln, dergleichen war mir übrigends im Anschluss nicht! Dann gab es auch noch eine leckere Pizza von der Karte und einen guten Chianti Classico, die lokalen Weine können uns nicht so begeistern. Zum Abschluss noch einen Kaffee und gut wars. Dem Chianti sei Dank konnte Rosi trotz der erwarteten Rollerfahrt gut schlafen. Nun zurück zu den heutigen Ereignissen, so gegen 10 Uhr sind wir dann also gestartet. Nach dem anfänglichen Gegensteuer auf dem Sozius sind wir dann doch gut in S.Agata angekommen und haben uns dort mit Lebensmittel eingedeckt. Rosi mochte nicht mit zurück fahren und wollte in einem Kaffee auf mich warten bis ich die Vorräte ins Womo zurückgebracht habe. Dann gings endlich los nach Positano, trotz regem Verkehr und bei nachlassender Steuerung von hinten sind wir schon Bald in der Stadt angekommen. Der Verkehr ist heute nicht so stark wie gestern, trotzdem gibt es ein stop and go bis wir endlich einen Parkplatz für den Roller finden. Ich denke mir dasselbe wie gestern, was ist hier wohl in der Hochsaison los. In den Gassen herrscht reges Treiben und wir schlendern gemütlich bis zum Strand hinunter um ein Paar von den obligaten Fotos zu schiessen. Dort untern reiht sich Risorante an Ristorante und noch bleiche Körper sonnen sich im Sand. Man hört erstaundlich viel Englisch, es scheinen v.a. die Amis zu sein, bei welchen die Amalfiküste auf einer Europareise zum Besuchsprogramm gehört. Wir setzten uns zu einem Nachtisch auf die Terrasse eines der unzählichen Restaurants bevor wir uns dann wieder auf den Heimweg machen. Positano ist in der Tat einen Rundgang wert mit den vielen hübschen Gassen und den vielen kleinen Geschäften die v.a. Kleider an bieten. Zu Rosis Leidwesen ist die Kindermode vor allem auf Mädchen ausgerichtet und sie findet nichts was sie für unseren Liam nach Hause bringen könnte. Schade das das Wetter auch heute sehr wechselhaft bewölkt ist, die Farben der Häuser kommen so nicht so richtig zur Geltung, als wenn die Sonne starhlen würde. Auf dem Heimweg ist Rosi spürbar entspannter und etwas Routine stellt sich ein, obwohl sie zum Schluss doch meint das dies wohl nie ihr grosses Hobby werden wird. Bravo mein Schatz das hast du wirkllich gut gemacht.

7. Tag 12.05.2018

Marina del Cantone

Bucht bei Massa
Bucht bei Massa
Sportler im Selbstbildnis.... ;-)
Sportler im Selbstbildnis.... ;-)

Ruhetag Nr.3, wir sind gestern schon früh zu Bett gegangen, entsprechend früh bin ich auch heute Morgen schon wach. Farino ist es egal, er will einfach raus... Der Himmel scheint es heute erst mal gut mit uns zu meinen, die Sonne scheint zwischen den Wolken hindurch und wir hoffen auf einen schönen Tag. Bereits beim Frühstück ist es wieder zugezogen und es weht ein ungangenehmer Wind, es ist derselbe wir gestern Abend. Drei Ruhetage und dann noch einWetter das weder Fisch noch Vogel zu sein scheint,... meine Nerven sind bereits auf äusserste gespannt. Meine Tagesplan von einer Rundtour mit dem Velo werfe ich schon bald über Bord, genau in dem Moment wo es etwas tröpfelt. Widerwillig vertiefe ich mich in das Buch "Origin" von Dan Brown, welches ich eigentlich lesen wollte. Dann plötzlich, die Wolken verziehen sich und es wird blau am Himmel. Ha, dann wird doch noch was mit der Velotour, allerdings gibt es nur eine kleine Runde, für die Grosse ist es schon etwas spät und ich hab wohl auch zu Wenig gefrühstückt dafür. Die Route führt via Termini nach Massa und dann nach Sorrent. Sorrent ist Ausgangspunkt für die Ausflugschiffe nach Capri, bereits aus Massa hat man aber einen herrlichen Blick auf die Insel. Sorrent scheint mir recht überlaufen zu sein, Hotel reiht sich an Hotel, es ist stickig und laut in der Stadt. Mich zieht es dann aber steil bergauf wieder zum Colle di Fontanello und von via S.Agata  wieder Heim. Zum Tagesabschluss steht dann noch ein Bad im Meer an, bevor wir uns Ausgeh bereit machen, wir gehen zum Italiener, nein, nein nicht zum Selben zum Anderen...

8. Tag 13.05.2018

Marina del Cantone - Matera, 268 km

Schluss mit Lustig, heute gehts weiter in die Felsenstadt Matera. Wir können heute bei schönstem Wetter frühstücken, bevor wir uns Reisefertig machen. Gegen 10 Uhr sind wir soweit. Erst noch kurz entsorgen und Wasser auffüllen und dann starten wir erst zurück in Richtung Neapel, da die Durchfahrt nach Amalfi für Womo`s untersagt ist, was angesichts der engen Strassenverhältnisse durchaus Sinn macht. Wir sind auf der A14 in Richtung Salerno und dann auf der RA4 nach Potenza unterwegs. Bald einmal nach Potenza wechseln wir auf die SS7 nach Matera. Für einmal ist die Autobahn gratis weil staatlich, entsprechend ist der Zustand derer und unser Fahrwerk wird arg strapaziert. Am Zielort angekommen finden wir den Weg recht einfach ins Naturschutzgebiet "Masseria Radogna", wo wir auf den dortigen Stellplatz übernachten wollen. Der Platz liegt etwas ausserhalb von Matera, es soll aber alles zu Fuss erreichbar sein. Nachdem wir auf Geheiss des Platzwartes umparkiert haben, machen wir uns auf den Weg die Sehenswürdigkeiten vor Ort zu besichtigen. Geplant ist ein Spaziergang auf den vermeintlichen Rundweg welchen ich auf der Karte entdeckt habe. Ausgrüstet mit Fotoapparat und Wasser machen wir uns auf den Weg. Dieser führt uns auf einem Trampelpfad zuerst in Richtung der SS7 zurück und auf der anderen Seite wieder hoch zu den ersten verlassenen Felsensiedlungen. Auf der Kuppe angekommen verliert sich der Trampelpfad immer mehr und die Ortientierung wird natürlich nicht einfacher. Mutig stapfen wir vorran und endecken bald darauf eine Strasse und in deren Hintergrund das ganze Panorama der Sassi von Matera, herrlich anzusehen. Mittlerweile sind wir schon mehr als 1 Stunde unterwegs und leider fehlt mir die Info über den Rückweg zum Stellplatz, da wir nun von tiefen Schluchten umgeben sind scheint dies nicht ganz einfach zu sein. Mein Vorschlag umzukehren und den selben Weg zurück zu gehen, stösst bei meiner Begleitung erwartungsgemäss auf wenig Gegenliebe, zumal nun auch die Sonne ziemlich einheizt. Zufällig kommen uns zwei Wanderer entgegen die mit ihren Womo auf den soeben besichtigten Aussichtspunkt parken. Sie ist Deutsche, er ist Engländer und leben in Östereich. Die beiden sind pensioniert und reisen seit April durch Italien. Netterweise bieten sie uns an uns zum Stellplatz zurückzufahren, Gott sei Dank der Haussegen ist gerettet. Selbst Farino ist nicht traurig und steig sofort in den Bus der Beiden ein. Und so geht ein zum Abschluss doch noch abenteurlicher Tag mit einem Grillabend zu Ende. Wir werden morgen sehen ob wir noch einen Tag dranhängen oder ob wir schon weiter fahren.

9. Tag 14.05.18

Matera - Alberobello, 70km

Heute bin ich schön früh aufgewacht, hat grad noch gereicht die Sonne zu sehen bevor sie von den aufziehenden Wolken abgedeckt wurde. Ich und Farino haben heute den Weg getestet welchen wir besser gestern schon eingeschlagen hätten..., innert weniger Minuten hatten wir beste Sicht auf Matera, ohne Querfeldein und auf guten Pfaden. Das hab ich euch gestern ja gar nicht berichtet, die Wiesen sind voll mit wildem Thymian und es riecht auch entsprechend fein. Da wir noch ausreichend Zeit haben beschliessen wir noch nach Alberobello zu fahren und den Trulli`s unsere Aufwartung zu machen. Im Gegensatz zu gestern wird die Landschaft zunehmend flacher, die grossen Kornfelder von gestern weichen Weideflächen. Nach knapp 1 Stunde Fahrzeit sind wir schon auf dem Campingplatz "Camping dei Trulli" am Stadrand von Alberobello. Der Platzchef nimmt sich viel Zeit mir alle Sehenswürdigkeiten der Stadt und in der Umgebung auf einer Karte zu zeigen. Hier kann man einen abwechslungsreichen Urlaub verbringen wenn man das möchte und das Meer ist auch nur 18 km entfernt. Wir für unseren Teil sind mit dem Shuttlebus vom Campingplatz um 13.00 Uhr in die Stadt gefahren und haben uns dort umgeschaut. Die ersten Trullis wurden so um 1400 n.Chr. gebaut, das Gros stammt aber aus den Jahren um 1600 herum. Die Trullis durften zu Anfang nur ohne Mörtel gebaut werden, der damalige Graf liess diese immer bevor die Steuereintreiber des Königs kamen, einreissen damit er keine Steuern zu begleichen hatte. Sobald die Eintreiber verschwunden waren, mussten die Bauern ihre Häuser wieder von Neuem aufbauen. Noch heute stehen in der Stadt rund 1000 Trullis verteilt in 3 grössere Bezirke, die man aber gut innert 2 -3 Stunden besichtigen kann. Das haben wir dann natürlich auch gemacht und sind zum Abschluss noch in eine Salumeria gegangen um uns mit einigen Spezialitäten fürs Abendessen einzudecken. Antipasti, Mortadella, Salami, Brot, einen speziellen Schinken und noch eine Flasche Primitivo de Manduria. Am Schluss standen 55 Euro auf der Quittung..., naja Auswärtsessen hätte auch soviel gekostet. Mittlerweile ist auch die Sonne am Himmel und wir sind froh das uns unserer Shuttle um 16.00 Uhr wieder abholt. Heute Abend werden wir unsere gekauften Leckereien geniessen und den Tag mit der guten Flasche Wein ausklingen lassen. Morgen gehts an die Adria, wir hoffen auf gutes Strandwetter.

10. Tag 15.05.18

Alberobello -  Zapponeta Beach, 176 km

Heute haben wir unser Reiserichtung geändert, bisher ging es immer noch etwas weiter nach Süden, heute fahren wir wieder nach Norden. Zuerst geht`s in Richtung Bari und dann nach Zapponeta, einem Badeort an der Adria. Heute kämpfe ich wieder einmal mit der freundlichen Stimme aus dem Navi, das uns partout auf die A14 führen will, ich möchte aber der SS16 folgen. Nach einigen "verpassten" Abzweigungen hat sie das aber verstanden und lässt ich in Ruhe. In Zapponeta ist für heute ein Standtag geplant um nochmals etwas Sonne zu tanken, leider fehlt dafür die Sonne, kurz bevor wir unser Ziel erreichen setzt Regen ein und setzt sich für fast den ganzen Nachmittag fest. Zudem müssen wir feststellen das wir bereits unser ganzes Datenvolumen aufgebraucht haben. Also wird der Tagesbericht von heute wohl verspätet ins Netz kommen, mal sehen. Gegen Abend hellt sich der Himmel doch noch auf und ich kann noch an den Strand um mit Farino etwas zu spielen und noch einige Fotos zu schiessen. Da liegt sogar noch ein Grillplausch drin, fürs Essen bleiben wir aber drinnen da es draussen unangenehm kühl geworden ist. Dann gibt es noch etwas Fernsehen und Recherche für unsere Route von Morgen. Ich denke wir fahren so in die Region von Pescara oder etwas weiter nördlich, so bleibt uns für Donnerstag nicht mehr soviel Stecke bis nach Bellaria, wo wir uns am Donnerstag mit Silke und Fabi treffen wollen. Vermutlich werden wir auf einen Campingplatz fahren damit wir hoffentlich WIFI haben.

11. Tag 16.05.18

Zapponeta Beach - Roseto degli Abruzzi, 259 km

Vor dem Frühstück geht's erstmal noch zum Strand Rosi möchte noch ein paar Muscheln für eine Deko zuhause sammeln. Farino ist natürlich sofort dabei weil er frei rumtollen kann. Das hat ihm die letzten Tage etwas gefehlt. Nach unserer Rückkehr gibt's dann aber wirklich Frühstück an der Sonne, die zeigt sich heute gnädig uns scheint vom blauen Himmel. Anschliessend beginnt unser gewohntes Prozedere beim Zusammenpacken. Mittlerweole sind wir 3 ein eingespieltes Team, sogar farino weiss was er zu tun hat, er legt sich in den Schatten und wartet bis das Komando zum Einsteigen erfolgt... Heute gehts ganz zur Freude der Tante im Navi gehts heute über die Autobahn. Anstelle von Radio oder Musik ab CD versuchen wir es heute mit einem Hörbuch von Jo Nesbo, einem norwegischen Schriftsteller. Das ganze ist etwas gewöhnungsbedürftig, ist aber sehr kurzweilig. Kurz vor unserem Ziel ist dann die erste CD fertig und wir verzichten darauf eine 2. einzulegen. Das sparen wir uns für morgen auf. Für heute haben wir uns den Camping Eurcamping in Roseto degli Abruzzo ausgesucht, ein **** Camping hoffentlich mit WiFi. Als wir ankommen und uns auf dem Platz umschauen rechne ich mit min. 40 Euronen pro Nacht, doch zu meiner Überraschung kostet die nach lediglich 19 Euro. Da sollte die Pizza heute Abend doch noch drinliegen, oder nicht ??

12. Tag 17.05.18

Roseto degli Abruzzi - Bellaria, 260km

Auch heute nehmen wir es gemütlich, nach dem Spaziergang mit Farino und dem Frühstück, wollen wir erst noch zum Wochenmarkt ins Städtchen, es soll ja gar nicht so weit sein... Also machen wir uns zu Fuss auf den Markt zu erobern, wir gehen immer der Küstenstrasse entlang und gehen weiter der Küstenstrasse entlang und immer weiter und weiter... Nach einer guten halben Stunde und noch immer ohne Sichtkontakt zum Markt brechen wir die Übung ab und kehren etwas enttäuscht um. Vielleicht falscher Tag oder falsche Info, wie auch immer, zu Hause angekommen konsultieren wir den Ortsplan welchen uns die freundliche Dame am Empfang am Vortag abgegeben hat. Tja, so können Distanzen täuschen, wir waren noch ein ganz schönes Stück vom Markt emtfernt, also beschliessen wir das wir mit dem Womo noch dorthin fahren und falls wir einen Parkplatz finden uns doch noch über den Markt zu schlendern. Wir finden tatsächlich zufälligerweise einen ausreichend grossen Parkplatz am Schatten und nehemen uns noch eine Stunde um uns das Angebot anzusehen. Rosi ersteht an einem der zahlreichen Kleiderstände noch etwas kleidsames für Liam bevor wir uns definitiv in Richtung Bellaria verabschieden. Unterwegs lauschen wir weiter unserm Hörbuch und kommen so gegen 14.30 Uhr in Bellaria an, wo wir von Silke und Fabi bereits erwartet werden. Den Rest des Nachmittags verbringen wir in netter Gesellschaft einer guten Flache Rotwein und mit einem anschliessenden Strandspaziergang inkl. Besuch der Strandbar.

13. Tag 17.05.18

San Marino

Heute steht der Besuch von San Marino auf dem Program. Silke und Fabian haben die älteste Repuplik der Welt bereits in der letzten Woche besucht und möchten uns die schöne Altstadt zeigen. Diese tront hoch über der Adria auf einen Felsen. Da wir aber ausgiebig Frühstücken wird es fast Mittag bis wir losfahren. Ganz zur Freude von Farino darf er heute mit, Fabi räumt zu diesem Zweck extra den Kofferraum um ihn hundgerecht auszustatten. Die Altstadt San Marino ist 2-teilig, ein erster Teil des historischen Zentrums liegt am Fusse des Felsens auf dem die 3 grossen Wehranlagen mit dem 2 Teil der Altstadt steht. Wir finden einen Parkplatz etwa auf halber Höhe in einer grossen Tiefgarage, von der man über verschiedene Fahrstühle ganz hinauf gelangt. Von weiter unten kann aber auch die Schwebebahn benutzen um auf den Berg zu gelangen. Etwas vom Ersten das mir auffällt ist der Hang zum Obskuren, nebst einem Foltermuseum gibt es noch ein selbiges für Vampiere und eines für Kuriositäten aller Art. Zudem gibt es unendlich viele Geschäfte welche sich auf den Verkauf von Soft Air Gun`s inklusive Zubehör spezialiisert haben. Rosi entdeckt in einem Schmuckgeschäft Bernsteinketten für Babys und kauft sogleich eine für Liam, der seit kurzem mit den nun wachsenden Zähnen Probleme bekundet. Als Wechselgeld bekommt sie eine nagelneue 1 Euro Münze mit der Prägung von San Marino ausgehändigt. So machen wir uns dann auf, die sehenswerte Stadt zu Fuss weiter zu erkunden. Fabi verkraftet es kaum das Rosi eine so schöne Münze hat und er keine... so kehren wir auf dem Rückweg zu dem kleinen Schmuckgeschäft zurück und sogleich verhandelt Fabian über eine ganze Sammlung von San Marino Münzen. Und siehe da, er hat Erfolg und er bekommt auch seine Geldstücke. Während dessen verteibt sich Rosi die Zeit mit dem Kauf eines schönen Anhängers, ebenfalls aus Bernstein. Auf dem rückweg muss noch fürs Abendessen eingekauft werden, heute gibt es nochmal was vom Grill, ein schönes Stück vom Rind und Gemüse sollen es sein. Ah ja, ein feines Tröpfchen fehlt natürlich auch nicht.

14 . Tag 18.05.18

Bellaria - Niederbüren, 660km

Der letzte Ferientag ist angebrochen, wie immer ist die Zeit viel zu schnell vergangen. Eigentlich hätten wir noch einen Tag dranhängen können, doch da der San Bernardino wohl wegen des Brandes eines Autocars am Freitag das ganze Pfingstwochenende geschlossen bleibt, fahren wir schon heute nach Hause. Wir müssen wohl oder Übel auf den Gotthard ausweichen und wir befürchten das ab dem Sonntag der Stau auch in Richtung Norden gross sein wird. Nachdem wir zügig bis ins Tessin vorwärts kommen, ist es dann 3 km vor Airolo soweit, wir stehen... knapp 45 Min. vergehen ohne das wir uns einen Meter bewegt hätten. Mittlerweile ist auch das Hörbuch zu Ende und der Täter ist bekannt. Ich beginne damit den Bericht auf dem Armaturenbrett zu verfassen, just in dem Moment geht es endlich langsam vorwärts. Ach ja, das habe ich noch vergessen zu erwähnen, fast zeitgleich mit dem Grenzübertritt hat es zu regnen begonnen... Zu guter Letzt sind wir dann um bald 20.00 Uhr zu Hause und ich kann noch die Finalqualifikation der Schweizer Eishockeymanschaft an der WM bejubeln.